Hallo ihr Lieben! Wer von euch kennt das nicht? Man büffelt Vokabeln, paukt Grammatikregeln, und doch klingen die russischen Worte einfach nicht so, wie sie sollen.
Dieses Gefühl, wenn man etwas sagt und der Gegenüber einen fragend anschaut – oder noch schlimmer, gar nicht versteht! Ich erinnere mich noch genau an meine Anfangszeit, als ich verzweifelt versucht habe, das weiche „ь“ oder das geheimnisvolle „ы“ richtig auszusprechen.
Es war manchmal wirklich zum Mäusemelken! Aber keine Sorge, ihr seid damit nicht allein. Gerade in unserer globalisierten Welt, wo authentische Kontakte nach Osteuropa immer wichtiger werden, ist eine klare und fließende Aussprache Gold wert.
Es öffnet Türen, schafft Vertrauen und macht das Sprechen einfach so viel angenehmer. Ich habe über die Jahre einige geniale Tricks und Übungen entdeckt, die mir und vielen meiner Sprachschüler wirklich geholfen haben, diese hartnäckigen Laute in den Griff zu bekommen.
Es ist oft nur eine kleine Umstellung, die einen riesigen Unterschied macht. Im folgenden Beitrag zeige ich dir ganz genau, wie du deine russische Aussprache auf das nächste Level heben kannst!
Der Tanz der Zunge: Weiche und Harte Konsonanten meistern

Dieses Thema war für mich anfangs die größte Hürde, und ich wette, es geht vielen von euch ähnlich! Im Deutschen kennen wir diese feine Unterscheidung zwischen harten und weichen Konsonanten so nicht, und das macht es im Russischen zur echten Herausforderung.
Stell dir vor, du hast zwei Wörter, die fast identisch aussehen, sich aber nur durch die Härte oder Weichheit eines Konsonanten unterscheiden – und schon haben sie eine völlig andere Bedeutung!
Mir ist das mal passiert, als ich versucht habe, nach einer bestimmten Art von Fisch zu fragen, und stattdessen versehentlich nach etwas ganz anderem fragte, nur weil mein “л” nicht weich genug war.
Das war peinlich, aber auch eine super Lektion! Der Trick liegt wirklich darin, zu spüren, was deine Zunge im Mund macht. Ein harter Konsonant ist oft so, wie wir ihn im Deutschen kennen, aber für einen weichen Konsonanten muss sich der vordere oder mittlere Teil deiner Zunge zum harten Gaumen anheben.
Es ist fast so, als würdest du ein leichtes „j“ vor den Konsonanten schieben, aber ohne es wirklich auszusprechen.
Den Unterschied fühlen: Die Zungenposition ist alles
Damit du das Gefühl dafür bekommst, probiere es doch mal mit Wörtern wie “нет” (nein) und “пять” (fünf). Bei “нет” bleibt deine Zunge entspannt, während sie bei “пять” kurz vor dem “я” (was den Konsonanten “п” weich macht) eine kleine Bewegung nach oben zum Gaumen macht, fast so, als würdest du ein “pj-” sagen wollen, aber eben ganz sanft.
Das erfordert Übung, aber es lohnt sich! Viele russische Konsonanten, wie Б, В, Г, Д, З, К, Л, М, Н, П, Р, С, Т, Ф, Х, können hart oder weich sein.
Weichmacher im Spiel: Ь und die jotierte Vokale
Die Vokale Е, Ё, И, Ю, Я sind die magischen Weichmacher im Russischen. Wenn sie nach einem Konsonanten stehen, machen sie diesen weich. Das Weichheitszeichen (ь) ist dabei ein stiller Star: Es hat keinen eigenen Klang, aber es signalisiert unmissverständlich, dass der vorherige Konsonant weich ausgesprochen werden muss.
Das ist super wichtig, denn oft entscheidet genau dieser kleine Unterschied über die Bedeutung. Ich habe gelernt, dass es nicht reicht, nur die Regel zu kennen; man muss es immer wieder üben, bis es sich natürlich anfühlt.
Hör dir dazu am besten auch Audiobeispiele an, das hilft ungemein!
Das Geheimnis der fließenden Vokale: Betonung macht den Ton
Die Betonung im Russischen ist so eine Sache für sich – sie ist beweglich und kann die Aussprache der Vokale drastisch verändern! Das ist ganz anders als im Deutschen, wo die Betonung oft fester ist.
Mir ist immer wieder aufgefallen, wie Muttersprachler Vokale in unbetonten Silben regelrecht “verschlucken” oder ihren Klang ändern. Ein unbetontes “о” wird dann zum Beispiel oft wie ein “а” ausgesprochen.
Das war für mich anfangs total verwirrend. Ich dachte immer, ich höre falsch, dabei war es einfach nur die Betonung, die alles veränderte! Dieses Phänomen nennt man Vokalreduktion.
Man muss sich wirklich bewusst machen, dass es nicht immer so klingt, wie es geschrieben steht.
Unbetonte O und A: Der Klangwandel
Nehmen wir mal das Wort “молоко́” (Milch). Das erste und zweite “о” sind unbetont und werden wie ein “а” ausgesprochen, während das betonte “о” klar und deutlich klingt.
Es ist also eher “малако́” zu hören. Ähnlich ist es oft beim unbetonten “а”. Wenn du diese Reduktion beherrschst, klingt dein Russisch sofort viel natürlicher und fließender.
Am besten hörst du dir viele russische Wörter mit unterschiedlicher Betonung an und versuchst, diesen Klangwandel nachzuahmen. Es ist, als ob die Sprache selbst atmet und die Laute mit diesem Atem mitschwingen.
Die “harten” und “weichen” Vokale – eine Klangwelt für sich
Im Russischen gibt es zehn Vokalbuchstaben, die man in “hart anzeigende” (а, э, ы, у, о) und “weich anzeigende” (я, е, ё, ю, и) Vokale unterteilt. Die “weich anzeigenden” Vokale werden oft gebildet, indem man einen “j”-Klang am Anfang hinzufügt, wie bei “я” (ja) oder “ю” (ju).
Das ist eine grundlegende Regel, die dir hilft, die Vokale korrekt auszusprechen und gleichzeitig zu verstehen, wie sie den vorhergehenden Konsonanten beeinflussen.
Es ist eine Einheit aus Vokal und Konsonant, die zusammen eine Melodie bildet.
| Russischer Vokal (kyrillisch) | IPA-Laut (Betont) | Beispiel (Russisch) | Deutsche Entsprechung (ungefähr) | Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| А, а | [a] | ма́ма (Mama) | wie in “Katze” | unbetont oft reduziert |
| О, о | [o] | дом (Haus) | wie in “Bot” | unbetont wie “a” gesprochen |
| У, у | [u] | стул (Stuhl) | wie in “Stuhl” | |
| Э, э | [ɛ] | это (das ist) | wie in “Bett” | |
| Ы, ы | [ɨ] | сын (Sohn) | ähnlich einem dumpfen “i”, Zunge zurück | kommt im Deutschen nicht vor |
| Я, я | [ja] | я́блоко (Apfel) | wie in “Jacke” | nach Konsonant macht es diesen weich |
| Е, е | [je] | е́сли (falls) | wie in “Jeden” | nach Konsonant macht es diesen weich |
| Ё, ё | [jo] | ёж (Igel) | wie in “Jod” | immer betont, nach Konsonant macht es diesen weich |
| Ю, ю | [ju] | ю́мор (Humor) | wie in “Jugend” | nach Konsonant macht es diesen weich |
| И, и | [i] | мир (Welt) | wie in “Willen” | nach Konsonant macht es diesen weich |
Das rollende R: Dein russisches “Р” zum Leben erwecken
Das “Р” im Russischen ist für uns Deutsche oft eine echte Nuss! Ich weiß noch, wie frustriert ich war, als ich versuchte, dieses vibrante, gerollte R hinzubekommen.
Mein deutsches R, das ich so locker im Rachen bildete, war da einfach keine Hilfe. Es klang immer so… unentschlossen. Aber glaubt mir, es ist kein Hexenwerk!
Viele deutsche Muttersprachler haben hier ihre Schwierigkeiten, weil unser R oft im hinteren Teil des Mundes gesprochen wird. Das russische “Р” will aber anders behandelt werden: Es muss vorne im Mund gerollt werden, mit der Zungenspitze.
Vom deutschen R zum vibranten russischen Sound
Stell dir vor, du bist ein Opernsänger, der ein dramatisches “R” schmettert! Nein, Spaß beiseite, aber das Bild hilft vielleicht. Es geht darum, die Zungenspitze ganz sanft an den oberen Gaumen zu legen, direkt hinter die oberen Zähne.
Dann lässt du einen Luftstrom darüber gleiten, und die Zungenspitze beginnt zu vibrieren. Wenn du das schaffst, hast du das russische “Р” im Griff! Am Anfang kann es sich komisch anfühlen, fast so, als würde man Gurgeln und Sprechen gleichzeitig.
Aber mit etwas Übung wird es immer natürlicher. Ich habe am Anfang immer versucht, ein “Trrr” zu sagen, das hat meine Zunge langsam an die Bewegung gewöhnt.
Praktische Übungen für den perfekten Rolllaut
Einer meiner Geheimtipps ist, mit Wörtern zu beginnen, in denen das “Р” klar und deutlich am Anfang steht, wie zum Beispiel “ра́бота” (Arbeit) oder “ра́дость” (Freude).
Sprich sie langsam und übertrieben deutlich aus. Nimm dich dabei ruhig auf! Es hilft ungemein, sich selbst zu hören und kleine Korrekturen vorzunehmen.
Dann kannst du dich an Zungenbrecher wagen, die viele “Р”-Laute enthalten, um die Muskeln zu trainieren und die Bewegung zu automatisieren. „Все скороговорки не перевыскороговоришь“ (Alle Zungenbrecher kann man nicht schnell aufsagen) ist ein Klassiker, der nebenbei auch die Vokalreduktion trainiert.
Zungenbrecher als dein bester Freund: Spielend zur perfekten Aussprache
Ohne Zungenbrecher hätte ich meine russische Aussprache niemals so hinbekommen! Ich dachte früher immer, das wäre nur etwas für Kinder oder Showeffekte, aber sie sind ein absoluter Game-Changer.
Gerade als Deutschsprachiger, wo bestimmte russische Laute gar nicht existieren oder ganz anders klingen, helfen Zungenbrecher ungemein, die Zungenmuskulatur zu trainieren und das Gehör zu schärfen.
Ich habe mir oft welche ausgesucht, die gezielt meine Schwachstellen trainiert haben, zum Beispiel das “щ” oder die harten und weichen Konsonanten in schneller Abfolge.
Warum Zungenbrecher Wunder wirken
Zungenbrecher zwingen dich dazu, schwierige Lautfolgen schnell und präzise auszusprechen. Das verbessert nicht nur deine Artikulation und Sprechgeschwindigkeit, sondern auch deine Klarheit.
Und mal ehrlich, es macht auch einfach Spaß! Manchmal habe ich mich selbst dabei ertappt, wie ich lachend vor dem Spiegel stand und versucht habe, einen besonders kniffligen Zungenbrecher fehlerfrei aufzusagen.
Das nimmt den Druck raus und macht das Lernen zu einer spielerischen Herausforderung. Außerdem helfen sie dabei, das Selbstvertrauen beim aktiven Sprechen aufzubauen.
Meine Lieblings-Zungenbrecher zum sofortigen Start

Ein toller Anfang ist dieser hier, um den Unterschied zwischen Ш und Ж zu üben: „У вас наш нож и у нас ваш нож.“ (Sie haben unser Messer und wir haben Ihr Messer.) Sprich das Ш härter als das deutsche “sch”, und das Ж mit viel Stimme und kräftiger.
Ein weiterer Favorit, der viele weiche Konsonanten und den Ч-Laut trainiert, ist „В четверг четвёртого числа четыре четверти часа. Четыре чёрненьких, чумазеньких чертёнка.
Чертили чёрными чернилами чертёж. Чрезвычайно чисто.“ (Am Donnerstag, dem vierten, vier viertel Stunde lang. Malten vier schwarze, beschmierte Teufelchen mit schwarzer Tinte eine Zeichnung.
Außerordentlich sauber.) Konzentriere dich dabei auf das immer weiche Ч-Laut, sprich es mit weniger Muskelspannung als das deutsche “tsch”.
Hör genau hin und sprich nach: Tauche ein in die russische Klangwelt
Eines der wichtigsten Dinge, die ich beim Russischlernen verstanden habe, ist: Du musst hören, um richtig zu sprechen. Es ist wie beim Kochen – du kannst das Rezept studieren, aber erst wenn du siehst und hörst, wie ein Meisterkoch es zubereitet, verstehst du die Nuancen.
Mir hat es unendlich geholfen, mich wirklich intensiv mit der Klangwelt des Russischen auseinanderzusetzen. Radio, Podcasts, Filme, YouTube-Videos – alles, was du finden kannst!
Tauche ein und sauge die Klänge auf.
Aktives Zuhören: Wie Muttersprachler klingen
Versuche nicht nur passiv zuzuhören, sondern aktiv. Achte bewusst auf die Betonung der Wörter, die Intonation der Sätze, die Härte und Weichheit der Konsonanten.
Wiederhole Sätze oder ganze Dialoge, die du hörst. Stell dir vor, du imitierst einen Schauspieler. Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern darum, die Ohren zu trainieren und die Sprechmuskulatur an die neuen Bewegungen zu gewöhnen.
Ich habe oft Sätze aus meinen Lieblingsfilmen nachgesprochen – das hat nicht nur meine Aussprache verbessert, sondern auch meinen Wortschatz und mein Gefühl für die Sprache ungemein geschult.
Wenn du die Möglichkeit hast, unterhalte dich mit russischen Muttersprachlern. Sie können dir direktes Feedback geben und dich korrigieren.
Aufnehmen und Vergleichen: Dein persönliches Sprachlabor
Ein Tipp, den ich jedem ans Herz lege: Nimm dich selbst auf! Es ist wirklich ein Augenöffner, die eigene Aussprache im Vergleich zu der eines Muttersprachlers zu hören.
Am Anfang habe ich meine Fehler kaum wahrgenommen, aber mit der Zeit und durch den direkten Vergleich konnte ich immer besser erkennen, wo ich noch nachbessern musste.
Es ist wie ein persönliches Sprachlabor. Sprich einzelne Wörter, Sätze oder sogar ganze Absätze nach, die du von einem Muttersprachler gehört hast, und vergleiche deine Aufnahme direkt.
Das ist manchmal hart, aber unendlich effektiv!
Das mysteriöse Duo: Harte und Weiche Zeichen (Ъ und Ь) enthüllen
Diese beiden Zeichen, das Härtezeichen (ъ) und das Weichheitszeichen (ь), waren für mich anfangs die größten Mysterien im russischen Alphabet. Sie haben keinen eigenen Laut, stehen einfach da und verändern trotzdem alles.
Ich dachte oft, sie seien unnötig kompliziert, aber ich habe gelernt, dass sie entscheidend für die korrekte Aussprache und manchmal sogar für die Bedeutung eines Wortes sind.
Ohne sie würdest du dich oft missverständlich ausdrücken oder Wörter einfach falsch betonen.
Ь – Der sanfte Flüsterer: Konsonanten weich machen
Das Weichheitszeichen (ь) ist der heimliche Star, wenn es darum geht, einen Konsonanten weich auszusprechen. Es steht immer *nach* einem Konsonanten und signalisiert, dass dieser Konsonant palatalisiert, also “weich” gesprochen werden muss.
Stell dir vor, du legst deine Zunge ein kleines bisschen höher in den Mund, fast so, als würdest du ein “j” flüstern, während du den Konsonanten aussprichst.
Ein gutes Beispiel ist “соль” (Salz), wo das “л” weich gesprochen wird. Im Gegensatz dazu gibt es “кон” (Spiel, Runde) und “конь” (Pferd), wo das ь den Unterschied im “н”-Laut macht.
Der Unterschied ist subtil, aber für russische Ohren klar erkennbar und kann, wie du siehst, die Bedeutung komplett ändern.
Ъ – Der stille Trenner: Klare Grenzen ziehen
Und dann ist da noch das Härtezeichen (ъ). Es ist viel seltener als das Weichheitszeichen und seine Funktion ist, den vorhergehenden Konsonanten hart zu halten und ihn vom folgenden Vokal zu trennen.
Das Härtezeichen steht fast immer zwischen einem Präfix, das auf einen Konsonanten endet, und einem Vokal (Е, Ё, Ю, Я), der den Konsonanten normalerweise weich machen würde.
Es sorgt also dafür, dass der Konsonant im Präfix hart bleibt und der Vokal danach seinen “j”-Anfang deutlich behält, als ob da ein kleiner, hörbarer Spalt wäre.
Ein klassisches Beispiel ist “объект” (Objekt). Ohne das ъ würde das “б” weich ausgesprochen, aber das Härtezeichen sorgt für eine klare Trennung und die harte Aussprache des “б”.
Es trennt also die Laute und verhindert, dass der Konsonant weich wird. Das ist der unsichtbare Bodyguard für die harte Aussprache!
글을 마치며
Na, ihr Lieben, ich hoffe, diese Tipps haben euch inspiriert, eure russische Aussprache noch einmal ganz neu anzupacken! Es ist wirklich ein unglaublich befreiendes Gefühl, wenn die Worte flüssig über die Lippen gehen und man merkt, dass man verstanden wird. Ich spreche da aus eigener Erfahrung: Jeder noch so kleine Fortschritt hat mich damals unheimlich motiviert, dranzubleiben. Denkt daran, es ist ein Marathon, kein Sprint, und jeder falsch ausgesprochene Laut ist nur eine weitere Stufe auf dem Weg zur Meisterschaft. Bleibt neugierig, bleibt dran, und vor allem: Habt Spaß dabei! Denn die Freude am Sprechen ist das Allerwichtigste.
알아두면 쓸모 있는 정보
1. Imitieren, imitieren, imitieren: Sucht euch russische Muttersprachler auf YouTube, in Podcasts oder Filmen aus und ahmt deren Sprechweise akribisch nach. Versucht, Tonhöhe, Rhythmus und Intonation zu kopieren. Das ist wie ein Schattenboxen für eure Zungenmuskulatur und schärft euer Gehör enorm. Manchmal habe ich sogar versucht, Dialoge aus Filmen Wort für Wort nachzusprechen, als wäre ich selbst ein Schauspieler. Es ist erstaunlich, wie viel man dabei lernen kann.
2. Die Spiegel-Methode: Stellt euch vor einen Spiegel und sprecht russisch. Beobachtet, wie sich euer Mund, eure Lippen und eure Zunge bewegen. Vergleicht eure Bewegungen mit denen, die ihr bei Muttersprachlern seht. Oft sind es kleine, unscheinbare Anpassungen, die einen riesigen Unterschied machen. Ich habe das besonders für das rollende “R” und die weichen Konsonanten angewendet, und es hat mir geholfen, meine Zungenposition besser zu visualisieren.
3. Sprachpartner finden: Nichts geht über den direkten Austausch mit Muttersprachlern. Ob online über Sprach-Apps oder persönlich in einer Tandem-Partnerschaft – aktives Sprechen ist der Schlüssel. Scheut euch nicht vor Fehlern, denn genau aus ihnen lernt man am meisten. Bittet eure Partner, euch sanft zu korrigieren, besonders bei der Aussprache. Ich habe durch meine Sprachpartner so viele Nuancen gelernt, die ich alleine nie entdeckt hätte.
4. Diktate und Audioübungen: Hört euch russische Sätze an und schreibt sie auf. Danach lest ihr sie laut vor und vergleicht eure Aussprache mit der Originalaufnahme. Diese Übung schult nicht nur euer Hörverständnis, sondern zwingt euch auch, aktiv über die richtige Artikulation nachzudenken. Ich habe gemerkt, wie sich mein Gehör mit der Zeit immer weiter verfeinert hat, und ich konnte Fehler schneller selbst erkennen.
5. Regelmäßige Kurzeinheiten: Besser jeden Tag 10-15 Minuten konzentriert üben als einmal pro Woche eine Stunde. Die Kontinuität ist entscheidend, um die neu erlernten Muskelbewegungen und Laute im Langzeitgedächtnis zu verankern. Ich habe mir angewöhnt, morgens beim Kaffee oder abends vor dem Schlafengehen ein paar Zungenbrecher zu üben oder einen kurzen Podcast anzuhören. Diese kleinen Routinen summieren sich erstaunlich schnell.
중요 사항 정리
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die russische Aussprache zwar ihre Tücken hat, aber mit den richtigen Strategien absolut zu meistern ist. Der Schlüssel liegt im Verständnis der feinen Unterschiede zwischen harten und weichen Konsonanten, die oft durch das Weichheitszeichen (ь) oder bestimmte Vokale gekennzeichnet sind. Denkt daran, wie wichtig die Zungenposition dabei ist und wie ein weicher Konsonant fast ein “j” vor sich trägt, ohne es explizit auszusprechen. Auch die Vokalreduktion in unbetonten Silben ist entscheidend, um natürlich zu klingen – das “o” wird oft zum “a”. Das berühmte rollende “Р” erfordert Übung mit der Zungenspitze und kann durch gezielte Sprechübungen gemeistert werden. Und vergesst nicht die kleinen, aber mächtigen Zeichen ъ und ь: Das Härtezeichen trennt und hält Konsonanten hart, während das Weichheitszeichen sie weich macht und oft die Bedeutung von Wörtern verändert. Das Eintauchen in die russische Klangwelt durch aktives Zuhören und das Nutzen von Zungenbrechern sind dabei eure besten Freunde. Bleibt dran und genießt den Prozess, eure russische Aussprache zu perfektionieren!
Häufig gestellte Fragen (FAQ) 📖
F: ür das „ы“ ist der Trick, deine Zunge in einer Position zwischen einem deutschen „i“ und „u“ zu halten, eher entspannt und leicht zurückgezogen. Stell dir vor, du machst ein „u“, ziehst dann aber die Mundwinkel etwas zur Seite, fast wie bei einem Lächeln, ohne die Zunge zu sehr zu bewegen. Mir hat es geholfen, den Kiefer locker zu lassen und nicht zu verkrampfen. Beim weichen Zeichen „ь“ ist es wichtig zu verstehen, dass es selbst kein Laut ist, sondern den vorhergehenden Konsonanten weicher macht. Es ist fast wie ein Hauch, ein kleiner „J-Laut“, der ganz schnell nach dem Konsonanten kommt. Übe Wörter wie „brat“ (Bruder) und „brat’“ (nehmen) im direkten Vergleich – du wirst den Unterschied spüren! Es ist mehr ein Gefühl als eine klare
A: rtikulation. Q2: Welche sind die häufigsten Aussprachefehler, die deutsche Muttersprachler beim Russischlernen machen? A2: Da gibt es ein paar Stolperfallen, in die ich selbst immer wieder getappt bin!
Ganz vorne dabei ist oft das russische „r“. Wir Deutsche neigen dazu, es zu hart zu rollen oder wie unser Rachen-R zu sprechen. Das russische „r“ ist aber meistens ein sanftes Zungenspitzen-r, ein bisschen wie ein leichter Schlag gegen den Gaumen.
Dann ist da noch die Vokalreduktion in unbetonten Silben – ein echter Game Changer! Während wir im Deutschen jeden Vokal klar aussprechen, werden unbetonte russische „o“ und „a“ oft zu einem kurzen „a“-ähnlichen Laut und „e“ zu einem „i“-ähnlichen Laut.
Ich dachte anfangs, ich müsste alles super deutlich betonen, aber das klang einfach nicht natürlich. Und nicht zu vergessen: die Unterscheidung zwischen stimmhaften und stimmlosen Konsonanten am Wortende.
Das ist für uns Deutsche eine echte Herausforderung, weil wir am Wortende meistens die stimmlosen Varianten sprechen. Übung macht hier den Meister! Q3: Gibt es effektive tägliche Übungen oder Praxistipps, um die russische Aussprache wirklich zu verbessern?
A3: Absolut! Und das Beste ist, du brauchst dafür keine teuren Kurse. Mein absoluter Geheimtipp, der mir unheimlich viel gebracht hat, ist das sogenannte „Shadowing“.
Such dir russische Podcasts, Nachrichtensendungen oder YouTube-Videos und versuche, die Sprecher fast gleichzeitig nachzusprechen. Konzentrier dich dabei nicht nur auf die einzelnen Laute, sondern auf die gesamte Intonation, den Rhythmus und die Melodie der Sprache.
Es ist, als würdest du den Sprecher nachahmen wie ein Papagei! Am Anfang fühlt es sich vielleicht komisch an, aber deine Mundmuskulatur gewöhnt sich unglaublich schnell daran.
Was mir auch wahnsinnig geholfen hat: Zungenbrecher auf Russisch! Die trainieren die Zunge und den Mundbereich gezielt. Und ganz ehrlich, sing russische Lieder!
Auch wenn du nur mitsummen kannst, hilft es dir, ein Gefühl für den Sprachfluss zu bekommen und deine Hemmungen abzubauen. Ich hab mich selbst dabei ertappt, wie ich russische Popsongs im Auto mitgesungen habe – das macht nicht nur Spaß, sondern wirkt Wunder!






